Schulsanitäter des Jugendrotkreuzes. Foto: JRK-Bildarchiv

Thema: Sanitätsdienst an Schulen

Früh soziale Kompetenzen erwerben

Drei Fragen an Patricia Hohenberger,
Referentin beim Jugendrotkreuz im DRK-Landesverband

FRAGE: Frau Hohenberger mit neuen Schulsanitätsdiensten an der Haupt-und Realschule in Augustfehn und am Jade-Gymnasium in Jaderberg ist die Zahl dieser Einrichtungen des Jugendrotkreuzes im Bereich des DRK-Landesverbandes Oldenburg auf 27 gestiegen. Werden diese Sanitäter überhaupt benötigt?

HOHENBERGER: Ja, auf jeden Fall. Gerade dieser Sanitätsdienst bietet Jugendlichen gute Möglichkeiten, soziale Kompetenzen zu erwerben. Sie können früh Verantwortung übernehmen und ein eigenes Gemeinschaftsgefühl entwickeln. Sie sind zum Beispiel in Pausen Ansprechpartner für Kinder und Lehrer, wenn einmal etwas passiert, und helfen vor Ort. Und interessierte Jugendliche gibt es genug, denn die Nachfrage ist groß. In Augustfehn läuft bereits der zweite Erste-Hilfe-Kursus an.

FRAGE: Welche Ausbildung haben die jungen Sanitäter?

HOHENBERGER: Alle absolvieren eine Ausbildung in Erster Hilfe über acht Doppelstunden, so wie wir es auch jedem Führerscheinanwärter empfehlen. Zur Ausrüstung gehört ein Erste-Hilfe-Koffer, um verletzte Kinder und Jugendliche vor Ort versorgen zu können. Viele Schule verfügen auch über einen eigenen Sanitätsrauni.

FRAGE: Was gehört zu den häufigsten Verletzungen in Schulen?

HOHENBERGER: Meist sind es Stürze. Wichtig ist vor allem, dass das verletzte Kind betreut wird und eine erste Versorgung erfolgt. Der Schulsanitäter spricht mit dem Kind und tröstet es. Das Kind spürt sofort, dass da jemand ist, der hilft.

 

Quelle: Nordwest-Zeitung, Oldenburg, Nr. 89/2009, 17.04.2009

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