JRK und Schule

Unsere Tätigkeiten in der Schule sind vielfältig. Ob Schulsanitätsdienst, Beteiligung an Projektwochen, Ganztagsschule, Lehrerfortbildung oder Erste-Hilfe-Lehrgang - alles findet bei uns im Jugendrotkreuz statt.

Wir bauen unsere Kooperationen mit Schulen ständig aus, nicht zuletzt angesichts der zunehmenden Bedeutung von Ganztagsschulen.

  • Schulsanitätsdienst

    Unfälle geschehen überall, auch in der Schule. Im Bundesdurchschnitt erleidet etwa jede/r elfte Schüler/in einen anzeigepflichtigen Schulunfall, der in der Regel eine ärztliche Versorgung notwendig macht. Unsicherheiten bei der Erste-Hilfe-Leistung führen nicht selten zu Verzögerungen und Fehleinschätzungen und in Folge zu einer Verschlimmerung des Verletzungszustandes. Wir fördern die Einrichtung eines Schulsanitätsdienstes an den Schulen.

    Weitere Infos hier.

     

     

    Aufgaben und Ziele des Schulsanitätsdienstes

    Durch den SSD lernen die Schülerinnen und Schüler gegenseitig Verantwortung zu übernehmen. Durch ihr praktisches Handeln lernen sie, sich selbst, ihre Lebensumstände und ihre Umwelt bewusst wahrzunehmen und gleichzeitig, dass sie selbst in der Lage sind, Einfluss auf diese Faktoren zu nehmen.

    Das soziale Engagement der Schüler/innen findet durch den SSD eine Stärkung. Es wird ein gesteigertes Interesse an sozialen Aufgaben geweckt. Die Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter erhalten durch ihre Mitarbeit im SSD reale Aufgaben und die Möglichkeit, Mitverantwortung zu übernehmen.

    Die Mitglieder des SSD leisten bei Unfällen in der Schule Erste Hilfe, d.h. sie betreuen verletzte Personen bis zum Eintreffen des Rettungswagens. Die Hilfeleistungen des SSD können durchgeführt werden:

    • in den Schulpausen
    • im Sportunterricht
    • bei Schulveranstaltungen (z.B. Schuldisco)
    • bei Sportveranstaltungen (z.B. Bundesjugendspiele)
    • bei Klassenfahrten und Schulausflügen.

    Außerdem verwaltet die SSD-Gruppe das Verbands- und Sanitätsmaterial und kann Hinweise zur Unfallverhütung in der Schule geben.

    Die Ausbildung in Erster Hilfe und das regelmäßige Üben und Wiederholen entsprechender Maßnahmen ist die Hauptaufgabe eines SSD.

    Daneben gibt es aber viele Bereiche und inhaltliche Themenfelder, in denen die Mitglieder eines SSD tätig sein bzw. werden können:

    • aktive Tipps und Hilfestellungen zur Gesundheitsvorsorge und Unfallverhütung geben
    • Überwachen der Sanitätsräume der Schule und Auffüllen der EH-Kästen und Taschen (in Zusammenarbeit mit der/dem Sicherheitsbeauftragten der Schule)
    • Projekte zur Gesundheit
    • Mitarbeit bei Projektwochen
    • Aktionen der Öffentlichkeitsarbeit
    • Kampagnen des JRK
    • Realistische Notfalldarstellung als Übung für die Schule
    • Teilnahme an den Wettbewerben des JRK
    • Freizeitfahrten innerhalb der SSD-Gruppe
    • Beteiligung an Maßnahmen und Veranstaltungen des JRK auf Orts-, Kreis- und Landesebene.

    Organisation des Schulsanitätsdienstes

    Mitglied im SSD kann jede/r interessierte Schüler/in einer Schule ab 12 Jahren sein. Die Praxis hat gezeigt, dass der Schulsanitätsdienst gut im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft klassenübergreifend ab der 7. Klasse angeboten werden kann. Allerdings können auch Modelle eines Klassenverbundes als SSD oder einer freien Projektgruppe an der Schule als SSD entstehen.

    Als Organisationsform eignet sich die Gruppen- bzw. Teamarbeit. Die Mitglieder des SSD treffen sich mindestens einmal wöchentlich zur Koordination und Übung in der SSD-Gruppe. Dabei kann folgende inhaltliche Arbeit erledigt werden:

    • Organisation des SSD absprechen (Dienstplan erstellen),
    • Aus- und Fortbildung (insbesondere in Erster Hilfe)-Übungen absolvieren,
    • Aktionen planen und durchführen,
    • Themenbearbeitung zur Sicherheitserziehung und Gesundheitsvorsorge.

    Schwerpunkt einer SSD-Gruppe in der Start- und Anlaufphase ist die Ausbildung in Erster-Hilfe.Die Organisation der Dienste im SSD für die Pausen und die Unterrichtszeiten sollte durch einen Dienstplan geführt und verwaltet werden.

    Der Dienstplan wird von allen Schulsanitäter/innen gemeinsam aufgestellt und ist - wie der Stundenplan - für ein halbes Jahr für alle verbindlich. Er wiederholt sich wie der Stundenplan Woche für Woche. Abweichungen vom Dienstplan werden mit der zuständigen Betreuung des SSD einzeln abgesprochen. Der Dienstplan wird jedem/jeder Schulsanitäter/in ausgehändigt und hängt im Raum des SSD aus. Außerdem sollte dieser Plan an ?strategisch wichtigen Stellen? wie z.B. im Sekretariat, am schwarzen Brett oder an ähnlichen Stellen ausgehängt werden.

    Die Zusammenarbeit zwischen Jugendrotkreuz und der SSD-Gruppe gestaltet sich in vielfältigen Formen und richtet sich nach den Wünschen der Schule, der SSD-Gruppe sowie den Möglichkeiten des Jugendrotkreuzes auf lokaler Ebene.


    Kostenlose Erste-Hilfe-Ausbildung

    Die Ausbildung der Schulsanitäter ist kostenlos! Alle DRK-Kreisverbände werden die Ausbildungen der neuen Schulsanitäter dadurch unterstützen, daß sie keine (sonst üblichen) Gebühren für diese Ausbildungen verlangen. Diese Regelung gilt bundesweit für die Ausbildung von Schulsanitätern.

  • Erste Hilfe

    Schulen, die einen Schulsanitätsdienstes aufbauen wollen, erhalten durch die DRK-Kreisverbände eine kostenfreie Erste Hilfe Ausbildung für die Schulsanitäter und Schulsanitäterinnen.

    Der DRK-Landesverband Oldenburg hält Material zum Aufbau eines Schulsanitätsdienstes für Schulen bereit.

    Bei Interesse am Aufbau eines Schulsanitätsdienstes wenden sie sich bitte an unsere Ansprechpartnerin.


    Erste Hilfe auf den Bildungsplan!

    Das Deutsche Jugendrotkreuz und die Arbeiter-Samariter-Jugend fordern, dass das Thema Erste Hilfe auf den Stundenplan gehört.

    Eine entsprechende bundesweite Initiative hat das Jugendrotkreuz gestartet. "Helfen gehört von klein an zum Menschen. Um die Motivation zum Helfen zu unterstützen und den Aufbau von Hemmschwellen niedrig zu halten, ist es wichtig, schon Grundschüler an das Thema Erste Hilfe heranzuführen. Wenn Erste-Hilfe-Maßnahmen von klein an kontinuierlich trainiert werden, kann später auch im Erwachsenenalter sicherer und selbstverständlicher Hilfe geleistet werden", sagt Thomas Grochtdreis, Mitglied der Bundesleitung des Jugendrotkreuzes.

    Bei der Vermittlung von Erste-Hilfe-Inhalten in der Grundschule sollen natürlich die altersgerechten Fähigkeiten der Kinder berücksichtigt werden, um eine Überforderung zu vermeiden. Diese kindgerechte Auswahl und Aufbereitung von Erste Hilfe-Themen in der Grundschule erhöht die Chance auf ein nachhaltiges Lernen. Daran könnten die Lerninhalte der Sekundarstufe, wie das Reanimieren, besser anknüpfen. (Text: drk.de)

    weitere Infos

  • Ganztagsschule

    Das Deutsche Rote Kreuz ist als Hilfsorganisation und Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege anerkannter Partner in der Erste-Hilfe-Ausbildung sowie in der Jugend- und Sozialarbeit. Das DRK steht Ihnen als erfahrener und kompetenter Verband zur Seite, um Hilfsbereitschaft und soziale Kompetenzen bei Schülerinnen und Schülern zu fördern und stärken.

    Unsere Angebote in der Erste-Hilfe-Ausbildung und Gesundheitsförderung sind für Grundschülerinnen und Grundschüler und Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I konzipiert. Für die Nachmittagsangebote in den Ganztagsschulen wurden vier verschiedene Konzepte für je ein halbes Schuljahr erstellt. Sie sind ggf. erweiterbar bzw. kombinierbar, um damit ein ganzes Schuljahr zu füllen.

    Für die Schülerinnen und Schüler wird nach beendeter Teilnahme an einem Nachmittagsangebot eine Bescheinigung oder ein Zertifikat ausgestellt.

    Zusätzlich zu den vier Konzepten bestehen in den Rotkreuz-Verbänden weitere individuelle Angebote. Mit dem zuständigen Kreisverband wird im einzelnen vereinbart, wie sich die Kooperation zwischen der Schule und dem Deutschen Roten Kreuz gestaltet.


    Beispiele für die Grundschule:

    Erste Hilfe:

    • Erste Hilfe kinderleicht
    • Heranführung an die Erste Hilfe
    • Praktische Übungen und Fallbeispiele
    • Maßnahmen zur Unfallverhütung

    Gesund mit Grips:

    • Gesunde Ernährung, z. B. "Mit dem Kochlöffel um die Welt" oder "Peppige Pausenbrote"
    • Entspannungsübungen für Kinder
    • Spiele zur Sinnes- und Körperwahrnehmung

    Beispiele für die Sekundarstufe I

    Erste Hilfe:

    • Fit für den Notfall
    • Erste-Hilfe-Grundausbildung (anerkennungsfähige Teilnahmebescheinigung)
    • Ergänzende Themen aus der erweiterten ersten Hilfe (z.B. Maßnahmen bei Kinder- und Sportunfällen)
    • Praktische Übungen und Fallbeispiele

    Gesund mit Grips:

    • Gesunde Ernährung entdecken und erleben
    • Entspannungstechniken
    • Kosmetik selbstgemacht
    • Individuelle Angebote der Rotkreuz-Verbände
    • Schulsanitätsdienst
    • Babysitterausbildung
    • Streitschlichterprogramm
    • Jugendleiterausbildung
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